Wie viel Gold gehört ins Depot?

Gold Bars Mit Ansteigen der Staatsverschuldung und dem Aufkeimen der Wirtschaftskrise entwickelte sich der Goldpreis bis auf knapp 1900 USD im Jahr 2011. Misstrauen in die Papierwährung sorgte für, dass sich das Verhältnis aus Angebot und Nachfrage auf die Nachfrageseite verschob und daher der Goldpreis anstieg. Gold wurde sozusagen zur „Angstwährung“. Wer darauf spekuliert, dass dies so bleibt, spekuliert somit auf einen „sicheren“ Goldpreisanstieg.

Trotzdem sollte man bedenken, dass der Preis seit 2011 auf knapp 1050 USD am Ende 2015 gefallen war. Innerhalb von 5 Jahren stand ein ordentlicher Wertverlust zu Buche und da Gold keine Zinsen „erwirtschaftet“ konnte der Preisverfall nicht aufgefangen werden. Es gibt keine Gesetzmäßigkeit, dass das Edelmetall langfristig an Wert zulegt. Es ist starken Preisschwankungen unterlegen. Die Alternative Goldminenaktien bringt jedoch ebenfalls starke Kursschwankungen mit sich.

Man beachte: Ein Verbot, Goldminenaktien zu besitzen gab es bisher nicht, wohl aber ein Verbot, Gold zu besitzen.

Wie viel Gold gehört also ins Depot? Für eine Absicherung von Aktienpositionen benötigt man mind. 20%, unterhalb dieser Gewichtung kann man Aktienkursverluste von 40-50% kaum kompensieren. Alles auf eine Karte setzen macht keinen Sinn. Eine Faustformel gibt es auch nicht.

Wer das Edelmetall physisch besitzen möchte, sollte es in Barrenform oder Schmuck verwahren und zwar außerhalb des Wertpapierdepots und nicht als  ETF oder Zertifikat. Übrigens bringt das Einlagern im Schließfach der Bank im Fall eines Bankensturms nichts – man kommt gar nicht in die Bank hinein.

Nachtrag 11/2016: Mit Ansteigen der Inflation und der Zinsen sollte eigentlich das Edelmetall im Kurs zulegen. Jedoch scheint es aktuell, dass höhere Zinsen das Zinslose Metall belasten.